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Marcktfest Historischen “Historisches Marcktfest auff‘m Waldt” Ein geschichtlicher Rückblick von Michael Endler
Landeshoheit und Grundherrschaft »auff‘m Waldt« sind von altersher immer als einheitlich anzusehen. Beide wurden bis zum Jahre 1806 von der Markgrafschaft Burgau, dann vom bayerischen Königshaus ausgeübt. Von den Welfen kam die Herrschaft an die Markgrafschaft, die es als Lehen an einen Grundherrn vergeben hat. Im Erbvertrag von 1474 erhielt Konrad I. von Riedheim das Bürglin‘ (Schloss und Weiler) mit den Dörfern Steinekirch, Soler, lrmatshofen, Oberneufnach, Anhofen, Schnerzhofen und lmmelstetten. Am 1. Juli 1578 verkaufte Christoph Adam von Riedheim, der Letzte seines Geschlechts, kurz vor seinem Tode Schloss und Gut zu lrmatshofen mit »aller Zugehörde« um 115 000 Gulden an Erzherzog Ferdinand von Tirol.

Die tirolische Linie des Erzhauses Habsburg, schon immer geldbedürftig, konnte die genannte Kaufsumme den Riedheimern auf Angelberg (Tussenhausen) erst nach der Aufnahme einer Bürgschaft von 50 000 Kronen im Jahre 1585 und eines Darlehens von 41.875 Gulden im Jahre 1593 bei den Gebrüdern Hans Fugger (Kirchheimer Linie) und Markus Fugger (Nordendorfer Linie) vollständig begleichen. 1588 übergab Erzherzog Ferdinand die Herrschaft seinen beiden Söhnen Kardinal Andreas, Bischof zu Konstanz und Brixen, und Karl, beide Markgrafen zu Burgau, zu »freiem Eigen«.

Die Herrschaft lrmatshofen war in zweifacher Hinsicht eine ausgesprochen ertragsarme Landschaft. Der handwerkliche Wirtschaftszweig wurde allein von den »Ehaften« Schmiede, Mühle, Taferne und Badstube getragen. Laut Urbar von 1568 »gülteten« zwei Tafernen in lrmatshofen und lmmelstetten, in lrmatshofen ein »Pierbrey«, vier Badstuben in lrmatshofen, Schnerzhofen, Oberneufnach und lmmelstetten, ein Schmied in lrmatshofen und drei Mühlen in lmmelstetten, Anhofen und Oberneufnach, eine hohe Zahl an Sack und »Mezen« an Naturalfronden aus ihren Äckern und Wiesen und ein beachtliches »Umbgeld aus Einnahmen ihres handwerklichen Gewerbes. Das »Raithbuch« des Pflegers von lrmatshofen verzeichnete daneben in Oberneufnach einen Hafner und in lmmelstetten zwei Bäcker, einen Wagner und einen Zimmermann, die aus ihren Einnahmen an »Böcken- und Bachgeld«, aus Tafern und Huckerei beträchtliche Abgaben zu leisten hatten. Doch oft genug waren die Gewerbetreibenden außerstande, die erheblichen Geldbeträge (»Wißgült«), Getreidegülte und »Küchengefälle« (Huhner, Eier, usw.) zu erbringen.

Dieser Sachverhalt stand in unmittelbaren Zusammenhang mit den großen Lasten der übrigen »leibeigenen« Untertanen der Herrschaft, denen meist als »Söldner‘ ihre Anwesen auf Lebenszeit gegen bestimmte Leistungen und Abgaben überlassen waren. Dieses dingliche, lebenslängliche und nicht vererbbare Besitz- und Nutzungsrecht beruhte auf der wirtschaftlichen Abhängigkeit und sozialen Gebundenheit der sogenannten »Erbgueter«. Alte Schriften berichten uns, dass die Böden bis zu 60 Prozent als schlecht zu bezeichnen waren und sich die Aussaat häufig nicht rentierte. »Holzböden, dahero nicht gar gut, einiger Wießwachs und wenig Viehzucht«. So war es nicht verwunderlich, dass »die urbarmäßige Schuldigkeit (z.B. bei Todesfällen) nicht eingetrieben werden konnte, ohne die entkräfteten Untertanen zu ruinieren«. In Todesfällen hatte der verheiratete Bauer das beste Ross und ein Söldner die beste Kuh auf dem Schloss abzuliefern.

Ferner waren die Bauern gehalten, zum »Brautlauf« (Heirat) ein Pfund Heller und eine Salzscheibe zu entrichten. Bei »Auf- und Abfahrt« (Zu- und Wegzug) aus dem Herrschaftsgebiet mussten zwei Gulden Einlaßgeld bezahlt werden. Außerdem waren die Bauern verpflichtet, mit den Rossen bzw. durch Handarbeit Frondienste zu leisten. Weiter musste der »Hofraithin« (Hofbesitzer) für seine Grundherrn zwei Klafter und ein Söldner ein Klafter Holz gegen Entgelt von 15 Kreuzer je Klafter schlagen. Dafür stand den Untertanen u.a. in den herrschaftlichen Waldungen das Weiderecht zu. Die Besitzer von Höfen hielten einen Hund oder bezahlten ersatzweise ein Pfund Heller. Dre Höfe und Huben gaben neben den schon genannten Gülten und Gefällen noch vier bzw. acht Büschel Flachs ab. Diese Gülten wurden im »Mindelheimer Fruchtmaß auf den Kasten in das Schloss« gebracht. Bei Kauf, Tausch oder »Todtfall« waren die Anwesen »auf- und abfärtig«, d.h. Der alte und der neue Besitzer mußten eine sogenannte »Besitzveränderungsgebühr«, das»Laudemium« an den Grundherrn entrichten. Sofern in der Herrschaft einer »Malefizperson« der Prozess gemacht wurde, bezahlten die Untertanen die anfallenden Kosten gemeinsam.

Anmerkungen des Pflegers von Schloss lrmatshofen und seiner Bediensteten im »Raithbuch« von 1585 lassen nur unschwer erahnen, dass vieles von den erwähnten Abgaben und Leistungen nicht erbracht werden konnte. Von entscheidender Bedeutung für eine Verbesserung der wirtschaftlichen Struktur des hiesigen Verwaltungssitzes wurde die Markterhebung des Ortes angesehen. Eine solche Aufwertung des Dorfes lrmatshofen und seiner übrigen Dörfer und Weiler würde die Ansiedlung neuer Gewerbe und Handwerksberufe nach sich ziehen. Dies wäre die Voraussetzung für eine weitere Entwicklung des Handels. Auf den Märkten könnte die Landbevölkerung ihren häuslichen und betrieblichen Warenbedarf decken. Zudem hätten die Bewohner die Möglichkeit der Auswahl zwischen heimischen und fremden Waren, sie könnten sich für preisgünstigere Angebote entscheiden. Naturgemäß würde der herrschaftliche Fiskus aus einem Mehr an Handel und Gewerbe höhere Einnahmen aus Gebühren, Steuern und Zöllen (Abgaben von Untertanen auswärtiger Herrschaften) erwarten. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, dass diese Tatbestände und Sachverhalte der Anlass für die Brüder Andreas und Karl, Markgrafen zu Burgau, war, die Erhebung von lrmatshofen zum Markt anzustreben. Die Verleihung des Marktrechtes stand bis zum Jahre 1806 allein dem deutschen Kaiser zu. So richtete Markgraf Andreas, Kardinal zu Konstanz und Brixen, im Jahre 1591 an seinen Vetter, Kaiser Rudolf ll. Zu Prag, die briefliche Bitte, dem Dorf lrmatshofen auf dem Wald das Marktrecht zu verleihen. Der kaiserliche Hof stimmte der Bitte grundsätzlich zu. Doch verzögerte sich die Verleihung, zumal die terminliche Festlegung der Markttage erhebliche Schwierigkeiten machte.

Die benachbarten Orte wie Angelberg, Kirchheim, Pfaffenhausen und Türkheim besaßen schon lange das Recht, Märkte abzuhalten und damit hierfür bestimmte Tage. Die Stadt Mindelheim erhob sogar Einspruch gegen die beabsichtigte Marktverleihung an lrmatshofen, allerdings ohne Erfolg. Nach zweijährigen Verhandlungen über die Markttage und die Abwendung von Einsprüchen war es endlich soweit. Am 7. April 1593 konnte Kaiser Rudolf ll. Die Markterhebungsurkunde unterzeichnen. Es wurden drei Jahrmärkte genehmigt, und zwar den ersten auf den Montag vor Mathiä (Matthias am 24. Februar), den zweiten am Montag nach Trinitatis (Dreifaltigkeit, eine Woche nach Pfingsten) und den dritten auf den Montag nach Mathäi (Matthäus am 21. September). Nach der Genehmigung der drei Markttage folgt in der Urkunde die Zusicherung des Geleitschutzes für die Marktbesucher. Alle, die mit ihren Waren, »Haab« und Gütern anreisen oder von den Märkten kommen, genießen »Freiheit, Geleit, Sicherheit und Gerechtigkeit, wie alle anderen Märkte im Reich auch«. Der Kaiser gebietet weiter allen Amtspersonen »und sonst allen anderen unseren und des Reiches Untertanen und Getreuen, wessen Würde und Stand sie auch sein mögen, den lnhaber der Herrschaft in seinen Freiheiten nicht zu beirren und zu behindern«. Wer diesen Weisungen zuwiderhandelt, »fällt in des Reiches schwere Ungnade und ist einer Strafe von zwanzig Mark in Gold verfallen«. Die Urkunde wurde am siebten Tag des Monats April »fünfzehnhundert und dreiundneunzig nach Christi unseres lieben Herrn und Seligmachers Geburt« bestätigt und mit dem kaiserlichen »lnsigl« auf dem königlichen Schloss zu Prag versehen.

Für den geregelten und reibungslosen Ablauf der Märkte in den folgenden Jahrzehnten wurde eine Marktordnung erlassen. Nichtbeachtung und Verletzung der erlassenen Bestimmungen wurden empfindlich bestraft. Diese Marktsatzung wurde im Jahre 1691 von der gräflich-fuggerschen Verwaltung in Wellenburg dem Pfleger vom Wald Paul Zehendter von Zehendgrueb mit der Post über Augsburg und Hurlach zur öffentlichen Bekanntmachung zugestellt. Einleitend wird darauf hingewiesen, dass der Markt »aufrecht, redlich und ohne öffentlichen oder heimlichen Betrug« verlaufen soll. Missachtungen der Vorschriften sollten die Unteramtsleute und andere Aufsichtspersonen in einem »Gutachten« der Herrschaft melden. Die öffentliche Bekanntgabe der Marktordnungsbestimmungen hatte durch den Pfleger selbst vor dem Schloss zu erfolgen.

Der lnhalt der Marktordnung ist bekannt unter dem Titel »Aus Rueff des Jahrmarckts obm Waldt 1694«. Bereits der zweite Artikel schreibt den zwingenden Gebrauch der von altersher verwendeten ,Mindelheimer Maße, Ellen und Gewichte« vor. Ehe die Marktfahne nicht von einem Bediensteten des Schlosses aufgezogen worden war, durfte auf dem Markt nichts feilgeboten, gekauft oder verkauft werden bei einer Strafe von zwei Pfund Heller. Mit gleicher Strafe belegt wurde, wer vor oder nach dem Jahrmarkt in den Häusern Waren anbot. Absatz fünf und sechs der Marktordnung regelt die Bestrafung bei Diebstahl, Gotteslästerung »Palgen« (Raufen) und dem Stiften von Unfrieden während des Marktes, auch in den Wein- und Bierhäusern. Wer einen Dieb bei seiner Tat erwischt, hat das Recht, denselben mit »truckenen Streichen zu tractieren« und ihn »zu einer gebührenden Strafe« ins Schloss zu bringen. Die Marktordnung befaßt sich auch naturgemäß mit dem Warenangebot selbst. »... soll keiner wissentlich ungesundes oder schadhaftes Roß, oder anderes Vieh feil haben«. Bei Zuwiderhandlung fallen die kranken Tiere der »Obrigkeit« zu. »Bey gleicher Straff (soll) keiner kein unzeitig Kalb, Schaf oder dergleichen« verkaufen.

Der»geschworene« Gretmeister (vereidigte Waagemeister) war verantwortlich dafür, dass alles, sei »es groß oder klein, viel oder wenig« ausgewogen wurde. Wer diese Vorschrift missachtete, dem drohte sogar eine Strafe von zehn Pfund Heller. Desgleichen hart ins Gericht ging die Marktordnung mit den von auswärts anreisenden Gästen. Die hiesigen Untertanen waren gehalten, »Landfahrer, Bettler und dergleichen zulaufendes Volk ... erst auf den Abend vor dem »Markttag« zu beherbergen; dazu ist an gleicher Stelle weiterzulesen: sie mögen »dann dieselbe Nacht und den Markttag übernacht, der anderntags frühe aber ... gestracks von dannen ziehen« und »sich auch friedlich und gebührlich halten«. Aber nicht nur die Bewirtung und Beherbergung der fremden Gewerbetreibenden lange vor der Zeil des Jahrmarktsbeginns war der Herrschaft ein Dorn im Auge, auch Handeln und Feilschen vor dem eigentlichen Termin stieß auf Unverständnis des Pflegamtes auf dem Schloss. Es »soll allen Webern und Kauderern hiermit bei zwei Reichstalern Straff verboten sein hiefür keineswegs acht Tage vor oder acht Tage nach dem Marckt zu hausieren, wer denn dabei ergriffen würde, soll die andiktierte Straffe unfehlbar zu bezahlen verfallen sein«.

Überraschend ist der Artikel »Zum Aylfften« (Elften), der sich mit den jüdischen Fieranten befaßt. »Welcher Jud auf diesen Jahrmarckt kommt und handeln wollte, der soll schuldig sein ein gelbes Ringl oder Fleckl am Kleid oder auf dem Hut sichtbar zu tragen, auf daß er für seinesgleichen erkennet werden möge bey Straff zwei Pfundt Heller«. Diese Vorschrift bedeutete eine unwürdige Diskriminierung im Irmatshofer Herrschaftsbereich, lebten doch in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in lrmatshofen und lmmelstetten einige jüdische Familien, die wie das Urbar von 1568 und das Raithbuch des Pflegers von 15BB ausweisen, außer einer Sitz- und Schutzgebühr .. die gleichen Abgaben und Leistungen an die Herrschaft zu entrichten hatten wie die übrigen Staudenleute auch. Vermutlich zwang ein zunehmend wachsender Druck auch in der vorderösterreichischen Markgrafschaft Burgau die jüdischen Mitbürger, spätestens Mitte des 18. Jahrhunderts in größere jüdische Siedlungen wie Altenstadt, Ichenhausen oder Fischach auszuwandern. Dort fanden sie die gewünschten religiösen Einrichtungen: eine Synagoge, eine konfessionelle Schule und ein Tauch (Ritualbad).

Der Scharfrichter oder»Wasenmeister« besaß ein Lehen, von dem angenommen wird, dass es der heute zu Oberneufnach gehörige Einödhof, Hausname »Beim Maister« gewesen sei. Da der Scharfrichter keine feste Besoldung erhielt, war die Herrschaft auf vielfältige Art bemüht, seine Einnahmen zur Bestreitung des Lebensunterhaltes zu verbessern. Dem trägt auch die Marktordnung Rechnung: »Es soll kein fremder Abdecker oder Wasenmeister ein Schindroß kaufen, bevor der hiesige Wasenmeister mit seinem Bedarf versehen ist«.

Heute und einst ist und war ein Standgeld durch die Händler zu bezahlen; sollten sie dieses ehedem schuldig bleiben, so »verfiel die abgabepflichtige Ware oder soviel Wert es gewesen« der Herrschaft. Der folgende Auszug aus der Aufstellung der Stand- und Zollgebühren nach der Marktordnung von 1694 listet bis ins Detail auf, was die Händler und Kaufleute für die auf dem Markt zum Kauf, Verkauf bzw. Tausch angebotenen Waren zu entrichten hatten. »Zu bezahlen hat ein Kannengießer 4 kr (Kronen), ein Kürschner 4 kr, ein Ledergerber 4 kr, ein Kesselschmied 4 kr und ein »Walker« 2 kr (der Walker verdichtete durch Stampfen die rohen Tuche und machte sie zugleich weicher). Ansonsten hat ein jeder Karren oder Stand, »darauf man Brot, Schuhe oder andere Sachen oder Kramereyware feil hat« zu bezahlen 2 kr und 2 hlr (Heller). Wer Garn verkauft, gibt von jedem Erlös pro Gulden von einem Zoll 1 kr, vom halben Gulden 4 hlr, von jedem Pfund 1 hlr. Entsprechender Zoll ist auch von verkaufter Wolle zu entrichten, das gleiche gilt für lnwerk. Wer auch der Herrschaft Ellen oder Maß gebraucht, soll das erste Mal 2 kr als Pfandgeld bezahlen, in der Folge schuldet er für jede Pfandleihe 1 kr. Sofern ein Weber oder Kauderer eine eigene Waage hat, ist er dem verordneten Abschauer oder Pächter Pacht- oder Schaugeld zu geben verbunden. Besucht ein Jude den Markt, von woher er auch sei, ganz gleich ob er etwas kauft oder verkauft, muß er für seine Person zwei Pfennig Gebühr entrichten. Schließlich ist dem Gret- oder Waagemeister für jede von ihm gewogenen zehn Pfund und über fünf Pfund oder darunter, ein Heller zu zahlen«.
»Also wird hiermit dieser Jahrmarkt von herrschaftswegen verkündet und erlaubt, wonach sich dann ein jeder zu richten hat, auch vor Schaden zu hüten weiß«.

Als Markttermine wurden ursprüngIich Montage festgesetzt, offensichtlich um eine Kollision mit den Markttagen der benachbarten Marktorte zu vermeiden. Aber bereits 100 Jahre später wurde der lrmatshofer Herbstmarkt an einem Sonntag abgehalten. Wann die beiden anderen Märkte auf einen Sonntag verlegt wurden, konnte bisher nicht ermittelt werden.

Heute haben die Märkte für die hiesigen Bauern und Handwerker bzw, selbständig Gewerbetreibenden bei weitem nicht mehr die wirtschaftliche Bedeutung wie früher. Vielmehr wird damit eine große und weittragende Tradition aufrecht erhalten, die den Dörfern und Weilern um lrmatshofen und Sohler im ausgehenden Mittelalter einen beachtlichen ökonomischen Fortschritt und einen entscheidenden herrschaftlichen Aufschwung einbrachte. Doch erfreuen sich die Märkte auf dem Wald immer noch eines regen Besuchs aus den benachbarten Orten. Durchschnittlich 20 bis 30 Fieranten bieten ihre Waren an, vor allem Textilien, Schuhe, Spielzeug, Lebensmittel und Süßigkeiten. Ein besonderes Rahmenprogramm gibt es heute auf den hiesigen Märkten nicht mehr, auch der ehemalige Markttanz findet nicht mehr statt. Doch zeitweilig gesellt sich ein kleiner Flohmarkt zu den übrigen Buden und Ständen. Nach dem großen Fest zum 400-jährigen Marktrecht im Jahre 1993 entschloss sich die Gemeinde 2003 ab dem Jahre 2004 in kontinuierlicher Abfolge ein »historisches Marcktfest auff‘m Waldt« ins Leben zu rufen unter Beteiligung aller Vereine und Ortsteile. Über viele Jahrzehnte hinweg sorgte der über 80 Jahre alt gewordene Marktmeister Andreas Urbin für einen ordnungsgemäßen Ablauf des Marktes. Er wies die Fieranten in ihre Standplätze ein. In unseren Tagen erfüllt Anton Ruf diese Aufgabe. Die meisten Fieranten jedoch bringen ihre eigenen Verkaufsstände oder mobilen Verkaufswägen mit und müssen dafür eine entsprechende Gebühr entrichten.

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